Würmer – Prophylaxe Hund

Die Protozoen (Giardien/Kokzidien) sind tierische Einzeller. Die Infektion erfolgt durch perorale Aufnahme von Zysten mit dem Trinkwasser und Futter (am häufigsten bei Junghunden in Zwingern sowie bei gestressten Junghunden unter 6 Mo.).

Zu den Darmnematoden zählen die Spulwürmer, Hakenwürmer, Bandwürmer, Peitschenwürmer. Am häufigsten werden Welpen und Junghunde mit Spulwürmern (Askariden) infiziert, was zu gesundheitlichen Störungen führen kann. Die Ansteckung erfolgt bereits pränatal sowie postpartal beim Säugen. Später durch die Aufnahme von im Kot der Hündin ausgeschiedenen Eier.

Bei erwachsenen Hunden, die weder rohes Fleisch von Schlachttieren oder Wild erhalten, keine Wühlmäuse fressen, also nur mit gekochten Schlachtabfällen (evt. tiefgefrorenes Futter, 3 Tage bei -18°C), Dosen- oder Trockenfutter ernährt werden, ist in erster Linie ein Befall mit dem Bandwurm „Dipylidium caninum“ möglich. Jedoch verläuft dieser Befall in den meisten Fällen symptomlos.

Welche Symptome weisen auf einen Wurmbefall hin ?

  • rezidivierende, chronische und akute Darmentzündungen mit Durchfall
  • evt. schwere Schleimhautschädigungen (blutiger Durchfall)
  • mangelndes Gedeihen / Apathie / glanzloses Fell
  • Abmagerung (mit dickem Bauch)
  • starkes Aufblähen nach der Futteraufnahme (v.a. bei Welpen)
Welche Prophylaxe ist sinnvoll ?

Bitte bedenken Sie bei Ihrer Wurmprophylaxe, dass die Befallsraten mit Darmparasiten und Symptome altersabhängig sind und sehr oft mit einem geschwächten Darm zusammenhängen. Bei Welpen und Junghunden können Darmparasiten zum Problem werden, besonders bei Zwingerhaltung mit schlechten hygienischen Bedingungen und Stress. Bei erwachsenen Tieren ist ein Wurmbefall häufig symptomlos.

Meinen Patienten empfehle ich 2x im Jahr eine Kotuntersuchung durchzuführen, und nur bei massivem Wurmbefall (bei Junghunden auch bei geringem) ein schulmedizinisches Entwurmungsmittel einzusetzen.
Gerade bei sehr hartnäckigem Wurmbefall bzw. nach schulmedizinischen Therapien ist es sinnvoll, das Darmmillieu zu stärken und den Parasiten eine erneute Einnistung zu erschweren. So wird einer Darmzottenatrophie und gestörten Resorption des Darmes entgegengewirkt.

Sprechen sie mich an, damit ich auch mit Ihrem Hund im Frühjahr und Herbst eine Kotuntersuchung / naturheilkundliche Prophylaxe durchführen kann.